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Dienstag, 08. August 2017 08:23

Drei große Probleme im deutschen Maschinenbau

Es könnte die größte Misere nach der Finanzkrise werden: der deutsche Maschinen- und Anlagebau steht vor drei großen Baustellen. Der Branchenreport der IKB Deutsche Industriebank liefert gerade die Zahlen zur Lage der Branche: 2015 sank die deutsche Maschinenbauproduktion um 0,2 Prozent, 2016 wuchs sie gerade mal um 0,4 Prozent. Experten halten diese Produktionsentwicklungen für ein „Auf-der-Stelle-treten“. Als Händler für TRUMPF Gebrauchtmaschinen, z. B. Stanzmaschinen, Abkantpressen und Laserschneidanlagen, sind wir darauf bedacht, Sie stets über die neusten Entwicklungen der Branche zu informieren. Heute werfen wir einen Blick auf die drei großen Probleme im deutschen Maschinenbau.

 

China, Amerika und Großbritannien bedrohen deutschen Absatzmarkt

Mit dem Ziel, zukünftig mehr über Binnenkonjunktur zu wachsen, lenkt China seine gewaltigen Investitionen verstärkt auf einheimische Produzenten um. Infolge dessen heißt es auch, dass die chinesische Regierung ihren Fokus verstärkt auf Konsumgüter, statt auf langlebige deutsche Industriegüter, legen wird. „Wenn die chinesische Nachfrage langfristig signifikant sinkt, könnten das nicht mal Amerika und die EU zusammen auffangen“, warnt Volkswirt Bauknecht. Zeitgleich führt das immer noch nicht abgesegnete Freihandelsabkommen TTIP zu Besorgnis, betrachtet man die deutsch-amerikanische Handelsbeziehung. Allein 5 bis 20 Prozent Kostenersparnis erhoffte sich der VDMA durch gemeinsame technische Standards, die teures Umrüsten auf US-Vorgaben überflüssig gemacht hätten. Und dann wäre da noch der drittgrößte Markt: Großbritannien. Als Resultat des Brexits halten sich bereits jetzt deutsche Unternehmen mit neuen Investitionen zurück.

 

Technische Vorherrschaft der Deutschen in Gefahr

„Bei Werkzeugmaschinen, Autozulieferern, technischen Textilien oder der Papierindustrie sind die Deutschen sehr, sehr gut.“, so Professor Matthias Putz, Bereichsleiter am Chemnitzer Fraunhofer Institut. Gleichzeitig hält er die deutschen Entwicklungen besonders im Hinblick auf strategische Maßnahmen für zu langsam. Auch in Bezug auf die Industrie 4.0. bestünde Nachholbedarf. Deutschland nutze nicht alle Daten, um daraus Wissen und letztendlich finanzielle Erzeugnisse gewinnen zu können. Die junge Generation soll hier Abhilfe schaffen. Experten raten, jungen Maschinenbauern mit „Digitalisierung im Blut“ mehr Entscheidungsmacht zuzusprechen.

Digitalisierung kommt zu kurz

Das Ranking der „Innovativsten Unternehmen der Welt“, einer BCG-Umfrage von 2016, offenbart als die erfindungsreichsten Unternehmen Apple, Google und Tesla. Sie alle dealen mit Daten und greifen alte Geschäftsmodelle der Maschinenbauer an – sie denken revolutionär! Markus Lorenz, Partner und Spezialist für Maschinenbau bei Boston Consulting, warnt: „Maschinenbauer müssen sich vor Augen führen, dass dieses Rennen nicht erst in fünf Jahren, sondern jetzt entschieden wird“.

 

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